Der Rücktritt vom Bundesvorsitz der SPD wird nach Überzeugung der Republikaner nur die vorletzte Stufe des endgültigen Abgangs von Kurt Beck von der politischen Bühne sein.
Nachdem sich in den letzten Tagen die Rauchschwaden gelegt haben, fällt die Analyse des Abgangs des rheinland-pfälzischen Ministerpräsidenten Kurt Beck von der bundespolitischen Bühne eindeutig und vernichtend aus:
Kurt Beck hatte als Bundesvorsitzender seiner Partei von Beginn an nicht die Unterstützung aus den Reihen seiner völlig zerrissenen Partei, welche sich bis heute nicht über ihre politische Grundausrichtung einig zu sein scheint.
Als „Notlösung“ nach der kurzen Amtszeit seines Vorgängers Platzeck eingesetzt und nun nach ebenfalls nicht allzu langem Wirken für „zu leicht“ befunden, haben ihn „seine Genossen“ gleich wieder abgesetzt!
Nicht von ungefähr hat Kurt Beck selbst festgestellt, niemals die notwendige Autorität gehabt zu haben, um seine Partei führen zu können.
Wesentlich zu seinem Scheitern beigetragen hat der rheinland-pfälzische Ministerpräsident jedoch selbst! Ohne jemals eine klare Linie vertreten zu haben, konnte unter seiner Führung praktisch jeder machen, was er wollte!
Der Schlingerkurs gegenüber der SED-Linken in Hessen ist hierfür das beste Beispiel. Bis heute gibt es keine klare Haltung der SPD gegenüber den Kommunisten, mit denen nach Becks Auffassung jeder SPD-Verband vor Ort tun und lassen könne, was er wolle. Im eigenen Bundesland läßt der „gegangene“ Ex-Bundesvorsitzende die als Mehrheitsbeschaffer geduldete Stasi-Partei jedoch durch seinen Verfassungsschutz beobachten.
Der aufgrund dieser Prinzipienlosigkeit einsetzende Abwärtstrend seiner Partei wurde einigen Abgeordneten mittlerweile so gefährlich, daß sie sich aus Angst um ihre nun gefährdete Wiederwahl im nächsten Jahr ihres Vorsitzenden entledigt haben. Die öffentlich verkündete „Erleichterung“ der SPD-Bundestagsabgeordneten nach Becks Abgang und dessen Hinweis auf „gezielte Fehlinformationen aus den eigenen Reihen“ sprechen hierfür Bände.
Der Versuch, sich nun zumindest seinen letzten Versorgungsposten als Ministerpräsident zu erhalten, dürfte Kurt Beck aber ebenfalls nicht glücken!
Aufgrund des auch in Rheinland-Pfalz jüngst festgestellten Abwärtstrends seiner Partei wird es nur eine Frage der Zeit sein, bis es auch den Genossen hierzulande „zu heiß“ wird und die Angst um das eigene Landtagsmandat zu einem weiteren Putsch gegen „König Kurt“ führen wird!
Kurt Becks Ablösung an der Bundesspitze seiner Partei wurde über Monate lediglich aufgrund mangelnder personeller Alternativen aufgeschoben, welche letztlich durch die Reaktivierung des bereits vormals gescheiterten Franz Müntefering zu lösen versucht wurden.
Sollten sich die Prognosen für die rheinland-pfälzische Landtagswahl 2011 weiterhin eintrüben, könnte bereits im Laufe des kommenden Jahres der nächste „freiwillige“ Rücktritt von Beck anstehen.
Pressemitteilung Nr. 09/08 vom 12.09.08
V.i.S.d.P. Die Republikaner, Landesgeschäftsstelle